DER PFEIL DER EVOLUTION

 

 

Ein bedeutender evolutionärer Übergang beginnt sich auf der Erde zu entfalten. Individuen entscheiden sich dafür ihr Leben dem bewusstem vorantreiben evolutionärer Prozesse zu widmen. Sie erkenne, dass ihr Dasein wichtige Teile des großen evolutionärem Prozesses darstellen, der sowohl das Universum wie sie es kennen als auch ihre Existenz darin hervor gebracht hat. Sie realisieren, dass sie eine signifikante Rolle in der Evolution spielen.

 

Das umdefinieren ihres Selbst innerhalb einer breiteren evolutionären Sichtweise gibt ihrem Leben Sinn und Richtung – sie sehen sich nicht länger als isolierte, selbstgerechte Individuen die nur kurz gelebt, irrelevant in einem sinnlosem Universum sterben. Sie wissen, dass falls die Evolution weiterhin ihr volles Potential erfüllen soll, sie nun bewusst vorangetrieben werden muss und dass es ihre Verantwortung und Bestimmung ist dazu beizutragen.

 

“Die sinnvollste Beschäftigung eines Menschen besteht darin sich direkt mit menschlicher Evolution auseinander zu setzen. Dies ist wahr, da Menschen nun eine aktive Rolle von kritischer Wichtigkeit – nicht nur im Prozess ihrer eigenen Evolution spielen, sondern auch im Bezug auf das Überleben und der Evolution aller Lebewesen. Dieses Bewusstsein, macht die Menschheit dafür verantwortlich an dem evolutionärem Prozess mitzuwirken und dazu beizutragen. Sollte die Menschheit diese Verantwortung akzeptieren und bestätigen und sich kreativ an dem metabiologischem Prozess sowohl bewusst als auch unbewusst zu beteiligen würde eine neue Realität entstehen – ein neues Zeitalter wäre geboren.” Jonas Salk

 

Im Herzen dieses evolutionären Erwachens liegt die Erkenntnis das Evolution in eine bestimmte Richtung geht. Evolution ist kein zielloser, zufälliger Prozess, sie strebt auf etwas zu. Dies ist eine äußerst wichtige Erkenntnis – sobald wir die Richtung der Evolution verstanden haben, können wir unsere Position auf der evolutionären Achse bestimmen, die nächsten Schritte vorhersehen und erkennen was sie für uns als Individuen und kollektiv bedeuten.

 

Wohin bewegt sich die Evolution? Im Gegensatz zu einem früheren Verständnis der Evolution, besteht ein unverkennbarer Trend hin zu einer höheren gegenseitigen Abhängigkeit und gemeinsamer Zusammenarbeit zwischen lebender Prozesse. Um Menschen dazu zu befähigen den evolutionären Prozess auf diesem Planeten vorantreiben wird eine wichtige Aufgabe darin bestehen ko-operativere Organisationsformen zu finden.

 

Der Trend in Richtung zunehmender Zusammenarbeit wird besonders gut durch das betrachten der Geschichte der Evolution des Lebens auf der Erde veranschaulicht. Über Milliarden von Jahren hat das Universum nach dem Urknall an Ausmaß zugenommen und diversifizierte rapide in eine Vielzahl an Galaxien, Sterne, Planeten und andere formen lebloser Materie. Das erste Leben das schließlich auf der Erde entstand, war unendlich winzig – es bestand aus wenigen molekularen Prozessen. Allerdings beschränkte es sich nicht allzu lange auf diese kleinsten Ausmasse. Die erste bedeutende Entwicklung brachte kooperative Gruppen molekularer Prozesse hervor die die ersten einfachen Zellen darstellten. Darauf folgte ein weiterer signifikanter Fortschritt in dem Gemeinschaften dieser einfachen Zellen sich zu größeren, viel komplexeren Zellen zusammenschlossen.

 

Der nächste bedeutende evolutionäre Übergang fand viele Millionen Jahren später statt. Die Evolution entdeckte wie kooperative Gruppen dieser komplexen Zellen in mehrzellige Organismen wie zum Beispiel Insekten, Fische, und schließlich Säugetiere organisiert werden können. Wieder einmal wurde das Ausmaß der Kooperation lebender Prozesse enorm erweitert. Dieser Trend wurde durch das entstehen kooperativer Gemeinschaften mehrzeiliger Organismen, einschließlich der der Bienen, Wolfrudel, und Pavian Gruppen, weiter fortgesetzt. Das gleiche Muster wiederholte sich mit den Menschen – Familien schlossen sich zu Gruppen zusammen, Gruppen bildeten Stämme, Stämme gründeten die ersten landwirtschaftlichen Gesellschaften und so weiter. Heute bilden moderne Gesellschaftsstrukturen die größten kooperativen Organisationen lebender Prozesse auf unserem Planeten.

 

Dieser eindeutige Trend ist das Ergebnis eines immer wiederkehrenden Prozesses in dem sich lebendige Einheiten zu immer weitreichenderen kooperativen Strukturen zusammenschließen. Auffallender weise sind die entstehenden kooperativen Gruppen die bei jedem Schritt entstehen die selben Gruppen die sich zu den kooperativen Gruppe des darauffolgenden Schrittes zusammenschließen um die nächste Einheit zu bilden.

 

Es wird deutlich was die lange Abfolge ausgerichteter Evolution verursacht hat – auf jeder Organisationsebene werden kooperative Gemeinschaften die durch ein gemeinsames Ziel vereint sind immer das Potential haben erfolgreicher zu sein als isolierte Individuen der selben Ebene. Dies wird überall dort wo Leben im Universum entsteht genauso sein. Die Details werden sich unterscheiden, aber die Richtung wird die selbe sein – hin zur Vereinigung und Kooperation in immer größeren Ausmass.

 

Das Leben auf diesem Planeten hat einen langen Weg hinter sich. Am Anfang, konnten einzelne lebende Prozesse wenig mehr beeinflussen als das was sich in ihrer unmittelbaren molekularen Nachbarschaft befand. Jedoch mittels der Bildung von immer größeren kooperativer Strukturen können koordinierte lebende Prozesse Ereignisse kontrollieren und managen die sich über ganze Kontinente ausdehnen. Hinzu kommt, dass sich das Leben auf der Erde an der Schwelle eines weiteren evolutionären Übergang zu befinden scheint – die Menschheit besitzt nun das Potential eine vereinigte globale Gesellschaft in Symbiose mit unserer Technologie und dem gesamten Planeten zu bilden. Im Rahmen dieses Überganges werden “wir” (als Gesamtheit) es dazu bringen Materie, Energie und lebende Prozesse auf planetarer Ebene zu managen. Sobald diese globale Organisation sich herausgebildet hat, wird sich das Ausmaß der kooperativen Organisation um das Million Milliarden-fache gesteigert haben seitdem das Leben auf der Erde begonnen hat.

 

Sollte die Menschheit ihr Potential in der Evolution des Lebens im Universum erfüllen, wird sich die Ausdehnung kooperativer Organisation weiter fortsetzen. Die globale Organisation hat das Potential in das Sonnensystem und darüber hinaus zu expandieren. Durch das management von Materie, Energie und lebender Prozesse immer größeren Ausmaßes, könnte die menschliche Organisation letztendlich die Fähigkeit erlangen Ereignisse im Ausmaß des Sonnensystems und sogar der der Galaxis zu beeinflussen. Auch könnte die menschliche Organisation die großen Übergange ihrer evolutionären Vergangenheit wiederholen indem sie sich mit anderen Gesellschaften lebender Prozesse zusammenschließt die ihr im Universum begegnet.

 

“Wir sind das Ergebnis von 4,5 Milliarden Jahren zufälliger, langsamer biologischer Evolution. Es besteht kein Grund anzunehmen, das der evolutionäre Prozess zu einem Ende gekommen ist.” ...

 

“Wir befinden uns unwiderruflich, wie ich glaube, auf einem Pfad der uns zu den Sternen bringen wird – gesetzt den Fall, das wir uns nicht in einem monströsem Akt von Dummheit und Gier vorher selbst vernichten.” Carl Sagan

 

Ultimativ hat der evolutionäre Prozess das Potential letztendlich eine vereinigte kooperative Organisation lebender Prozesse hervor zu bringen die das gesamte Universum umspannt und managt. Die Materie des Universums wäre dann sowohl von Leben durchdrungen als auch durch es organisiert. Das Universum würde somit selbst zu einem lebendem Organismus werden das seine eigenen Ziele verfolgt, was auch immer diese seien mögen. Durch den langen Anstieg hinauf von der Ebene molekularer Prozesse wird Leben das Universum vereinigen das durch den Urknall auseinander gerissen wurde.

 

Sobald Leben im Maßstab zunimmt, entsteht ein zweiter wichtiger Trend – es gewinnt an evolutionärer Anpassungsfähigkeit. Organismen mit höherer evolutionärer Anpassungsfähigkeit sind besser darin angepasste Verhaltensweisen zu entdecken die sie dazu befähigen im Laufe der Evolution zu bestehen. Sie sind besser im bewältigen von Anpassungsschwierigkeiten und im erreichen Ihrer Ziele.

 

Anfangs entdecken lebende Prozesse bessere Adaptionen durch sowohl blinden als auch zufälligen Versuch und Irrtum. Sie entdecken welche Verhaltensweisen am effektivsten sind indem sie sie sozusagen in der Praxis anwendeten. Zunächst findet dieser Prozess von Versuch und Irrtum von Generation zu Generation durch Mutationen auf der genetischen Ebene statt. Ein wichtiger Fortschritt wird dann erreicht wenn die Evolution Organismen entdeckt, die die Fähigkeit haben während ihrer Lebenszeit durch Versuch und Irrtum zu lernen.

 

Mit dem nächsten Übergang, bringt die Evolution Organismen hervor die die Fähigkeit besitzen mentale Repräsentationen ihrer Umwelt zu bilden und davon welchen Einfluss alternative Verhaltensweisen haben. Dadurch werden sie dazu befähigt vorauszusehen wie ihre Umwelt auf ihre Handlungen reagieren werden. Anstatt alternative Verhaltensweisen direkt in der Praxis zu testen, können sie dies nun mental tun. Sie beginnen zu verstehen wie ihre Welt funktioniert und wie sie bewusst manipuliert werden kann um ihre adaptiven Ziele zu erreichen.

 

Evolutionäre Anpassungsfähigkeit erhält einen weiteren Schub wenn Organismen die Fähigkeit entwickeln ihr Wissen welches sie benutzen um ihre mentalen Repräsentationen zu bilden. Imitation, Sprache, Schrift und Druck sind wichtige Beispiele von Prozessen zur Wissensübermittlung. Diese Prozesse machen zum einen die schnelle Akkumulation von Wissen über viele Generationen hinweg möglich und erlaubt zum anderen die Bildung zunehmend komplexer werdender mentalen Modelle.

 

Irgendwann werden Organismen mit diesen Fähigkeiten eine Theorie der Evolution entwickeln – sie werden das Wissen erwerben mentale Modelle von evolutionären Prozessen zu bilden die die lebenden Prozesse ihrer Planeten, einschließlich ihrer selbst hervorgebracht haben. Zum ersten mal werden sie eine machtvolle, wissenschaftlich fundierte Geschichte haben die erklärt woher sie kommen als auch ihren ihren Platz im sich entfaltenden Universum erläutert.

 

“Erst nachdem wir Darwin verinnerlicht und das Alter des Universum neu berechnet haben, nachdem die Vision eines statischen Lebens durch eine Vision flüssiger Prozess die sich über enorme Zeitspannen erstrecken ersetzt wurde, erst dann konnten wir wagen die Unermesslichkeit der Symphonie derer wir ein Teil sind zu erahnen.” Christopher Bache

 

“Keiner der Wissenschaftler des siebzehnten, achtzehnten oder neunzehnten Jahrhunderts war sich über die Tiefe der Implikationen dessen was sie taten oder der Entdeckungen die sie machten bewusst. Dennoch hat jeder der bedeutenden Personen etwas wesentliches zu dem Interpretationsmuster beigetragen das erst in der Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts begann klar zu werden. Erst jetzt können wir klar erkennen, dass wir nicht in einem Kosmos sondern in einer Komogenese leben, eine Kosmogenese die am besten durch eine Erzählung präsentiert wird - wissenschaftlich in ihren Daten – mystisch in ihrer Form.” Brian Swimme und Thomas Berry

 

Auf jedem Planeten auf dem Leben entsteht wird der Trend zunehmender Anpassungsfähigkeit letztendlich einen Organismus hervorbringen der im Bezug auf seine evolutionäre Geschichte und zukünftigen Möglichkeiten erwacht. Diese werden anfangen zu verstehen wie die weitreichenderen evolutionären Prozesse die sie hervorgebracht haben und wie diese die Zukunft des Lebens auf ihrem Planeten leiten werden. Diese Organismen werden anfangen zu erkennen das sie ein spezifische Stufe in einem fortlaufenden und ausgerichteten evolutionären Prozess erreicht haben. Sie werden die Richtung der Evolution kennen und was sie tun müssen um die Evolution auf ihrem Planeten weiter voranzutreiben.

 

“Die Geschichten die sich eine Kultur erzählt – und die ihr erzählt werden – haben die Fähigkeit das Massenbewusstsein grundlegend und rapide zu verändern. Wir sehen dieses Phänomen in der Politik, PR und den Massenmedien tag täglich. Dieser Umstand inspiriert einige von uns mit dem Rahmenwerk der sakralen Großgeschichte der Evolution zu arbeiten und es in eine etablierte Erzählweise zu verwandeln. Ihre Natur macht sie zu einer Geschichte die fast jeder teilen und darin Sinn und Inspiration finden kann. Wir träumen von einer Bewegung die diese Geschichte verbreitet UND ihren transformierenden Einfluss dahingehend unterstützt Millionen von Menschen am Rande der Evolution aufzuwecken und ihnen zu helfen sich in ihre persönliche 13,7 Milliarden Jahre andauernde evolutionäre Geschichte einzuleben und in ihre evolutionäre Rolle mit anderen gemeinsam so hineinzuwachsen dass sie einen tatsächlichen Einfluss auf das Schicksal der Menschheit auf der Erde haben.” Tom Atlee

 

Auf jedem Planeten der dieses Stadium erreicht werden einige Individuen einen kritischen Bewusstseinswandel vollziehen. Zunehmend werde sie aufhören sich als primär isolierte und selbstbeschäftigte Individuen wahrnehmen. Stattdessen werden sie sich als Teilnehmer und Akteure in dem großen evolutionärem Prozesses sehen und empfinden. Das Objekt ihrer Selbstreflexion wird sich ändern. Wenn sie über sich selbst nachdenken, werden sie dazu neigen sich als Teil des evolutionären Prozesses sehen. Ihre bewusste Teilnahme in der Evolution wird zunehmend zur Quelle ihrer Wert- und Sinnvorstellungen in ihren Leben werden. Kerneinsichten die zu diesem Bewusstseinswandel beitragen werden sind:

 

l        ein Leben das der Erfüllung von beschränkten Gelüsten und Vergnügungen gewidmet ist ist nicht erstrebenswert. Sie werden erkennen, dass ihre Gelüste lediglich das Mittel der Evolution sind sie dahingehend zu programmieren in einer früheren Umwelt angepasst und erfolgreich zu sein. Häufig sind diese Gelüste und Vergnügungen nicht mehr im Sinne der Evolution – oft produzieren sie Verhaltensweisen die in der heutigen Welt unangepasst sind und Handlungen motivieren die den evolutionären Prozess unterminieren anstatt ihn voran zu treiben;

l        sie haben die Gelegenheit bewusste Teilnehmer an dem evolutionärem Prozess zu werden der die Zukunft des Lebens auf ihrem Planeten gestallten wird. Sie können eine wichtige Rolle in der Verwirklichung des nächsten großen Schrittes in der Evolution spielen;

l        die erfolgreiche zukünftige Evolution des Lebens auf ihrem Planeten hängt von Ihrer bewussten Teilnahme an ihr ab. Im Gegensatz zu vergangenen evolutionären Transformationen sind die Schritte die zu einer vereinigten und nachhaltigen planetaren Gesellschaft und darüber hinaus führen zum einen zu komplex und zum anderen von zu viel vermeidbarem Leid begleitet um durch bloßen Versuch und Irrtum entdeckt zu werden. Sie werden nur durch eine bewusste Anstrengung von Organismen erreichbar sein und nicht anders. Bewusste Wesen werden sich die planetare Gesellschaft ausmalen müssen und Strategien entwickeln um zu ihr zu gelangen. Sollte dies dem Zufall überlassen werden wird es nicht passieren – in der Vergangenheit hat der Zufall Million von Jahre und viele Anläufe gebraucht um kooperative Organisationen wie beispielsweise komplexe Zellen hervorzubringen;

l        ihre Handlungen können Sinn und Zweck dahingehend bekommen dass sie Relevanz im Bezug auf den breiteren evolutionären Prozess haben. In dem Ausmass mit dem ihre Handlungen positiv zur Evolution beitragen werden auch sie bedeutungsvoll im Rahmen eines Prozesses der außerhalb von ihnen liegt und schon lange bevor sie geboren wurden vor sich ging und noch lange nach ihrem Tode weitergehen wird;

l        die evolutionäre Sichtweise gibt ihnen damit eine Antwort auf die großen existenziellen Fragen mit denen sich alle bewusten Wesen konfrontiert sehen. Was soll ich mit meinem Leben anfangen?

l        ihr Erwachen in Hinsicht auf die evolutionäre Sichtweise und das Erwachen anderer wie sie ist an sich schon ein wichtiges evolutionäres Ereignis auf ihrem Planeten.

 

Eine Art und Weise die Signifikanz dieses Bewusstseinswandels zu verinnerlichen ist sich in das folgende Szenario hineinzudenken und zu fühlen:

 

Man stelle sich vor man sei Teil einer Gemeinschaft von bewussten Zellen inmitten einer Population von unbewussten Zellen. Zunächst wird man seine Existenz dahingehend verstehen diejenigen Dinge zu tun die Zellen tun – mit anderen Zellen interagieren und zelltypische Ziele und Interessen zu verfolgen. Aber dann beginnt man zu realisiert, dass die Handlungen und Interaktionen die einen von Moment zu Moment beschäftigen Teil eines grösseren Prozesses sind. Im Zuge der Aneignung von immer mehr Wissen beginnt man zu realisieren, dass dieser grössere Prozess ausgerichtet ist und auf etwas hinzuführt. Dies mündet in einer plötzlichen Offenbarung wenn man erkennt, dass man selbst und die anderen Zellen Teil eines Entwicklungsprozesses sind der darauf ausgerichtet ist einen komplexen mehrzelligen Organismus zu produzieren.

 

Der Gipfel der evolutionären Offenbarung kommt jedoch erst noch. Er findet dann statt, wenn man erkennt das die Einsicht dass mann Teil eines Entwicklungsprozesses ist eine entscheidende Rolle in der erfolgreichen Vollendung dieses Prozesses selbst darstellt. Mann entdeckt, dass der Etwicklungsprozess derart organisiert ist das dessen erfolgreicher Abschluss von der selben Realisierung in anderen Mitgliedern der Gemeinschaft abhängt – es hängt von der Gemeinschaft von Zellen ab sich über die Natur des Entwicklungsprozesses bewusst zu werden und ihn durch bewusstes Handeln voran zu treiben. Man erkennt das ohne das hervorbringen von Zellen die sich über diesen Prozess bewusst werden und dieses Bewusstsein ihr Handlungen steuern lassen der Prozess fehlschlagen wird. Diese Erkenntnis wird einen vor eine fundamentale Wahl stellen: man kann sich dafür entscheiden seine Existenz bewusst dem vorantreiben des evolutionären Prozesses und seiner erfolgreichen Erfüllung zu widmen oder, mann kann weiterhin seine beschränkte zelluläre Existenz wie bisher fortsetzen und enge zelluläre Interessen verfolgen, jedoch nun wissend, dass die eigene Existenz letztendlich und im weiterem Sinne nichts darstellen wird.

 

Auf jedem Planeten der diese Stufe erreicht, kann das auftauchen von Individuen die einen solchen Bewusstseinswandel durchmachen als der evolutionäre Prozess verstanden werden durch den ein Planet seiner selbst bewusste wird. Durch diese Individuen gewinnt der evolutionäre Prozess die Kapazität zur Selbstreflexion, zum Selbstverständnis und zur Voraussicht. Er wird diese Fähigkeiten zum ständigen Umgestallten mit Ausrichtung auf Beschleunigung der eigenen Weiterentwicklung nutzen.

 

“Als Ergebnis von Tausenden von Millionen von Jahren wird das Universum seiner selbst bewusst, fähig etwas über seine Vergangenheit und mögliche Zukunft zu verstehen. Dieses kosmische Selbstbewusstsein wird in einem winzigen Fragment des Universums erkannt – durch einige wenige menschliche Wesen wie wir. Vielleicht wurde es anderswo auch erkannt, durch die Evolution bewusster Kreaturen auf Planeten anderer Sterne. Auf diesem Planeten jedoch, ist dies niemals zuvor passiert.” Julian Huxley

 

Individuen die den evolutionären Prozess umarmen werden sich daran machen ihre persönlichen Ziele mit denen der Evolution abgleichen. Sie werden versuchen sich von bereits existierenden Motivationen und Bedürfnissen zu befreien die mit evolutionären Zielen in Konflikt stehen. Sie wissen das dies von essentieller Bedeutung sein wird damit ihre Spezies weiterhin an dem vorantreiben des evolutionären Prozesses beitragen kann – die Organismen die eine signifikante Rolle in der Zukunft der Evolution des Lebens im Universum spielen werden nicht diejenigen sein die kontinuierlich auf ihrem Planeten bleiben der sie hervorgebracht hat um dort steinzeitliche Gelüste zu befriedigen.

 

Freiheit von bereits existierenden Zielen wird nicht einfach erreicht werden wenn es sich um Motivationen und Bedürfnisse handelt, die tief in unserer evolutionären und kulturellen Vergangenheit verwurzelt sind. Diese Individuen werden Techniken und Praktiken suchen – und sich in Gruppen zusamen finden – die sie dazu befähigen über die bereits existierenden Ziele hinaus zu gehen. Von unserer momentanen menschlichen Perspektive werden sie versuchen die Fähigkeit zu entwickeln ihre Egos zu transzendieren, zunehmend fundiert auf die Realitäten und Gebote der Evolution. Individuen die hierbei Erfolg haben werden, werden Bewusstsein in einer Art und Weise lenken wie auch immer es am erfolgreichsten zu dem Vorantreiben des evolutionären Prozesses beitragen kann. Die enorme Kreativität des Bewusstseins wird aufhören bei der Verfolgung selbstgerechter Wünsche und Bedürfnisse verschwendet zu werden die durch vergangene Evolution hervorgebracht wurden.

 

“Von einer evolutionären Perspektive ist jeder von und das Ergebnis einer Folge von lebenden Identitäten die mindesten drei Milliarden Jahre in die Vergangenheit reichen. Und Kosmologen erzählen uns, dass jeder von uns eine Geschichte hat die sich sogar bis zum Beginn des Universums erstreckt. Wir können das Selbst von unserer persönlichen Perspektive unser 'kleines Selbst' nennen, und unser Selbst betrachten von der evolutionären Perspektive unser 'grösseres Selbst.' Diese beiden Sichtweisen unserer Selbst – zusammengenommen als Paar – erweitert unseren Identitätssinn, wer wir sind. Wir sind zum einen unser persönlichen Selbst, beschränkt auf das hier und jetzt. Wir sind aber auch kontinuierliches Leben und Materie über die letzten 13,7 Milliarden Jahre. Die Implikationen dieser einschließlichen Sichtweise sind großartig. Unser Zweck besteht darin diese Implikationen zu erforschen und wie von diesem erweitertem Selbstsinn – unserem wahrerem Selbst – wir unser Verständnis von Sinn und Zweck umstellen können, eine dauerhafte Form des Glücks zu finden, und unser Verbundenheitsgefühl mit uns selbst und anderen um uns herum zu steigern. Außerdem werden wir neue Handelsweisen im Bezug auf unseren neuen Identitätssinn erkunden.” Global MindSift Project

 

Individuen die die psychologische Fähigkeit entwickeln diese Motivationen und Bedürfnisse zu überwinden werden einen weiteren evolutionären Übergang realisieren. Sie werden zu evolutionär selbstbestimmten Wesen – Organismen die die Fähigkeit haben sich dergestallt anzupassen wie auch immer der evolutionären Prozess voran gebracht werden kann ohne von ihrer biologischen und sozialen Vergangenheit behindert zu werden. Gruppen, Organisationen, Gemeinschaften und Gesellschaften werden eine ähnliche Transformation durchmachen die sie in dir Lage versetzen werden ihre geschichtlichen und kulturellen Beschränkungen zu überwinden.

 

Individuen und Gruppen die die evolutionäre Sichtweise umarmen, werden außerdem daran arbeiten alle anderen Gruppen der Gesellschaft zu ermuntern ihre Ziele und Leitbilder evolutionären Zielen anzugleichen. Soziale, politische, Regierungs- und Wirtschaftsorganisationen werden beginnen ihre Aktivitäten und Ziele neu zu bewerten um sicherzustellen das sie mit dem voranbringen des evolutionären Prozesses im Einklang sind.

 

Sobald mehr und mehr Individuen und Gruppen den Übergang zu einer evolutionären Sichtweise vollziehen, wird eine Welle evolutionären Aktivismus entstehen die auf die Vereinigung der lebendigen Prozesse des Planeten abzielt um eine kooperative planetare Gesellschaft zu bilden.

 

“Der Impetus hierfür wird wachsen alsbald die alten Sozialformen weiterhin sowohl die wachsenden Drücke die auf ihnen lasten hervorgerufen durch das sich verschlechternde globale Ökosystem, die Überbevölkerung, chronische Armut und Rassen- und ethnische Ängste schlecht handhaben werden.

 

Wir müssen mehr Menschen erfinden und erfolgreich sein lassen mit den sozialen Innovationen einer bewusst vergegenwärtigten Zukunft. Wir müssen dies als das beste Spiel auf dem Planeten verkaufen – nichts anderes als die Neuerschaffung der Welt und der Zukunft unserer Spezies!” David Gershon

 

Die Menschheit hat diese bedeutende evolutionäre Schwelle erreicht. Der nächste große Schritt im Bereich der sozialen Evolution auf der Erde besteht in der Bildung einer vereinigten, nachhaltigen und kreativen Gesellschaft. Individuen und Gruppen auf der Erde beginnen zu enstehen die sich entschlossen haben bewusst zu dem evolutionären Prozess beizutragen indem sie tun was sie können um eine solche globale Gesellschaft herbeizuführen. Sie werden durch die Erkenntnis angetrieben das ihr evolutionäres Erwachen und Aktivismus Teil eines signifikanten evolutionären Überganges auf der Erde ist.

 

“Es ist als sei die Menschheit plötzlich zum Geschäftsführer des größten Unternehmens von allen ernannt worden, dem Unternehmen der Evolution – ernannt ohne gefragt worden zu sein ob sie es wollte und ohne Warnung oder Vorbereitung. Hinzu kommt das sie die Position nicht ablehnen kann. Ob sie es will oder nicht, ob sie sich bewusst ist was sie tut order nicht, sie bestimmt faktisch die zukünftige Richtung der Evolution auf dieser Erde. Das ist ihre unentrinnbare Bestimmung und je früher sie dies realisiert und anfängt daran zu glauben desto besser für alle beteiligten.” Julian Huxley

 

Die Menschheit wird sich an der Geschichte der Evolution orientieren um zu erkennen wie eine kooperative und vereinte globale Gesellschaft zu errichten ist. Wie wir feststellten, hat die Evolution wiederholt selbstgerechte Wesen in neue kooperative Einheiten organisiert. Die Evolution zeigt wie Zusammenarbeit organisiert werden kann ohne das Individuen ihre Interessen außer acht lassen oder ihre grundsätzliche Natur ändern müssen. Menschen müssen keine Heiligen werden – eine kooperative globale Gesellschaft kann erreicht werden ohne das Menschen ihre Eigeninteressen opfern oder unterdrücken müssen.

 

Die Evolution bringt Kooperation dadurch hervor, dass sie die Interessen der Individuen mit denen des Kollektivs gleichstellt. Von diesen evolutionären Beispielen lernend kann die Menschheit Organisationsformen auf globaler Ebene institutionalisieren die die Interessen von Bürgern, Unternehmen und Nationalstaaten mit den Interessen der globalen Gesellschaft ausrichtet.

 

Wesenseinheiten aller Ebenen werden die Auswirkungen ihres Handelns auf andere und auf das Kollektiv spüren – sie werden Nutzen ziehen wenn sie der globalen Gesellschaft nutzen und sie werden Schaden nehmen wenn sie dem Kollektiv schaden. Umweltverschmutzung wird sich nicht mehr lohnen. Allein das verfolgen eigener Interessen wird alle Mitglieder an der globalen Gesellschaft dazu bringen kooperativ im Interesse der globalen Gesellschaft zu handeln. Alle Mitglieder werden die anderen wie sich selbst behandeln weil jede Wirkung die sie auf den anderen haben eine vergleichbare Wirkung auf sie selbst haben wird.

 

In der Vergangenheit verhalf das Entstehen neuartiger kooperativer Organisationsformen zu einer Explosion der Vielfalt und Differenzierung innerhalb der neuen Organisation. Dies wird sich auf der globalen Ebene wiederholen. Diese neuen Formen der sozialen Organisation wird außerdem die evolutionäre Anpassungsfähigkeit existierender Regierungsformen steigern. Regierung wird dann durch einen viel intelligenteren und anpassungsfähigere Prozesse ersetzt werden der sich der Dynamik, Kreativität und Energie gut regulierter Märkte zunutze machen wird. Wie effektive Märkte werden diese neuen Regierungsprozesse diversen Sichtweisen nutzen um Anpassungsherausforderungen zu meistern.

 

“... hiernach werden wir keine statische Idealform von Gesellschaft sein.

Wir wollen Sozialsysteme die sich selbst verändern können – die sich

bewusst in gesunde Richtungen entwickeln – immer und immer wieder, in

kontinuierlichen Reaktionen auf entstehende Einsichten und neue

Herausforderungen. Wir wollen diese Fähigkeit pflegen um uns auf ewig

bewusst zu etwickeln.” Tom Atlee

 

Jedes mal in der Vergangenheit wenn grössere Kooperative in der Evolution auftraten machten sie einen Prozess der Individualisierung durch. Jede Kooperative wurde integrierter, koordinierter, und fähig als kohärentes Individuum zu handeln. Auch von der vereinten globalen Gesellschaft kann erwartet werden dass sie einen ähnlichen Pfad beschreiten wird. Sie wird zunehmend interne Prozesse entwickeln die sie als einheitliches Ganzes sowohl handeln und anpassen lassen als auch beziehbar machen wird – letztendlich wird der Planet mit einer Stimme sprechen. Zum ersten mal wird es ein planetares Wesen geben mit dem andere planetaren Gesellschaften in Verbindung treten und interagieren können. Es wir ein Wesen geben das auf der selben Ebene wie andere planetare Gesellschaften seien wird. Falls die Erde diese Ebene erfolgreich erreicht wird sich ein neues Universum von Möglichkeiten und Erfahrungen der Menschheit öffnen.

 

“Dies ist kein Ort anzuhalten – auf halben Weg zwischen Affe und Engel” Benjamin Disraeli

 

John Stewart

 

Autor von Evolution's Arror: die Richtung der Evolution und die Zukunft der Menschheit

 

Übersetzt aus dem englischen von Stefan Pernar (Stefan.Pernar(the-obvious)gmail.com)

 

http://users.tpg.com.au/users/jes999/

 

30 Mai 2008